Hoch schulen? Downsizing?
1. Mit Mühe kaum, geklettert auf nen Baum?
- Die Schule beendet? Den Baum erklettert? Aber: WAS WILL ICH? ? - Zuerst muss man sich selbst mal eine Orientierung verschaffen. Gedanken ohne Inhalte sind leer, Anschauungen ohne Begriffe sind blind. Der erste Schritt also: Geeignete Informationen (den eigenen Anschauungen entsprechend) sammeln.
- Daher hilft es, andere zu fragen: nach dem was einen interessieren könnte, nach ihren Anschauungen. Fragen, was sie von der Welt begriffen haben. Einfach mal rumhören und sehen - in der Familie, bei Bekannten.
- Online findet sich was beim virtuellen BIZ (Berufsinformationszentrum) des Arbeitsamtes (ansonsten wäre der Weg von einer deutschen Schule im Ausland hin ins BIZ ja wirklich etwas weit.).
- Und beim Bundesministierum für Wirtschaft und Arbeit (Team für Arbeit) kann man zur ersten oder zweiten Orientierung auch gut fündig werden.
- Außerdem helfen zur Orientierung sehr gut die Tests (einer ist auch kostenlos und GUT), die auf unseren Seiten aufgeführt sind. Neben der Informationssammlung und -auswertung ist ein solcher Test durchaus ein guter erster Schritt.
- Wilhelm Busch würde uns wohl zur reifen Entscheidung wie folgt mahnen: "Wenn einer, der mit Mühe kaum geklettert ist auf einen Baum, schon meint, daß er ein Vogel wär´, so irrt sich der." Ich habe mal einen Marathonläufer getroffen, der dies zitierte, als er bei einem Bergmarathon, fast am Ziel, doch lieber aufgab. Manchmal kam man auch im Scheitern absolute Größe zeigen. Und das führt auch zum Step 2.
2. Wer bin ich? Bin ich? Spinn ich?
Erfahrung zählt viel, gerade in Bezug auf Talent und Fähigkeiten. Auf sich selbst kann man sich auch gut verlassen. Je mehr man etwas ausprobiert, desto eher lernt man auch, sich selbst besser einzuschätzen.
Daher ist der zweite Schritt zur Berufslizenz, dass man testet, probiert, goutiert, praktiziert. Da reichen Einschätzungen von Eltern und Lehrern oft nicht aus. Arbeitsgemeinschaften, Projekttage, Praktikas helfen hier. Wer diesen Schritt macht, sollte keine Angst davor haben, auch mal etwas nicht zu können. Gesteht man sich eigene Schwächen ein, kann man viel besser damit umgehen. Damit erspart man sich spätere Enttäuschungen. Es geht schließlich nicht darum, anderen etwas zu beweisen, sondern Gutes (manche meinen "das Beste") aus sich heraus zu holen.
Warum nicht mal eine kleine Liste machen?
Titel: Erfahrungssammler
Folgende Fragen können beim Notieren helfen:
Welche Erfahrungen wurden bisher gemacht?
Was hat einem besonders gut gefallen?
Was ist einem leicht gefallen?
Wo hätte man gerne noch mehr getan?
Welche Sachthemen waren interessant?
Welche Leute fand man besonders interessant?
Hat man Vorbilder erlebt - so möchte ich auch mal werden?
3. Und nun? Was tun?
Man hat sich nun orientiert. Man weiß ein wenig mehr von den eigenen Talenten und Fähigkeiten. Und nun? Das Ziel? Wie finden? Hier hilft es zu konkretisieren, die Vorstellungswelten einzugrenzen. Das kann man ganz gut online mit der Infobase (Berufsdatenbank) von "www.machs-richtig.de" umsetzen.
Das ist nicht immer einfach. Einmal bekommt man gesagt: Mach was, was Geld bringt. Aber die Orienierung an Arbeitsmarktdaten (Was bringt zur Zeit Geld?) ist, was ihre Prognosezuverlässigkeit angeht, eben nur eine Vorhersage. Was dann in Zukunft eintritt ist unklar. Nachhaltiger ist, mehr von den eigenen Zielen, Wünschen, Talenten und Fähigkeiten auszugehen. Diese sind konstanter und sie stärken die Motivation. Das hilft selbst schwierige Zeiten durchzustehen.
Online informieren ist dabei auch eine gute Strategie.
Also was ergeben für einen die Berufsdatenbank?
Die Studieninfos der HRK online?
Die Datenbank der Arbeitsagentur (BerufeNET)?
Was läßt sich jetzt sagen?
Was könnte für einen in Frage kommen?
Step 3 einer Lizenz zum Beruf.
4. Ich werde Millionär. Ist ja nicht schwer.
Gut. Ein Ziel. Da ist dann noch die Frage der Währung. Und: Nicht jeder Weg verläuft geradlinig. Wir hatten das in Step 3: Wer seine Fähigkeiten gut kennt (und richtig einschätzt), der hat Chancen, auch mäandrierend sein Ziel zu erreichen. Die Moldau schafft es, Sie schaffen es dann auch.
Der erste Beruf muss ja auch nicht gleich der letzte sein. Erstmal Programmierer werden, dann als Arzt High-Tech-Geräte entwerfen? Solang einen die Interessen und Talente tragen, kann der Weg doch eine schöne und interessante Perspektive haben. Man staunt später oft, was man alles so "von früher her" gebrauchen kann.
Wichtig ist: Jetzt einmal loslegen.
Entscheiden Sie sich.
Rückmeldungen (Feed-Back) beachten,
einen ständigen Verbesserungsprozess der eigenen Berufs- und Lebensziele angehen.
