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Bericht: Austausch Alexandria

27.03.2007 - 05.04.2007

Programm [123 KB] während des Austauschs

30.03.2007 - 31.03.2007

Unterschiede leben - gemeinsam füreinander da sein [15 KB]

Thema

Themenschwerpunkt in Alexandria
International water learning project
(27.3-5.4.2007)

Unser Aufenthalt

Die erklärten Ziele sind Begegnung und Kooperation zwischen den verschiedenen Kulturen mit Schwerpunkt interkultureller Austausch zwischen Europa und Nahost. Aus unserer europäisch geprägten Sicht geht es vorwiegend um das Erleben und Begreifen der kulturellen Unterschiede, welche zurzeit die öffentliche Diskussion bezüglich des Nahostkonflikts beherrschen.
In der Zeitspanne vom 27.3. bis zum 5.4. 2007 nahmen 11 Schüler aus den Klassen 10a, 10c und 9b an einer 10-tägigen Austauschfahrt nach Alexandria (Ägypten) teil. Voller Erwartungen und Neugier trafen wir nach einer langen Reise am 27. März in Alexandria ein, wo wir auf dem Schulhof der DSB von den ägyptischen Familien empfangen wurden.
Am Vormittag des folgenden Tages durften wir zum ersten Mal den Schulalltag beschnuppern. Am frühen Nachmittag führte uns der Schulleiter Herr Eberl durch das historische Alexandria und zeigte uns die Pompejus-Säule, das Römische Theater und die Katakomben. Zum ersten Kennenlernen der insgesamt 65 Projektteilnehmer kam es am Abend in der Schule, wo typisch ägyptische Speisen durch die Eltern aufgetischt wurden. Abgerundet wurde der erste Tag mit einer Eröffnungsveranstaltung in Center of Arts, an der hochrangige Vertreter der Stadt Alexandria sowie von deutscher Seite Vertreter der ZaF und der Deutschen Botschaft in Cairo beteiligt waren.
Der zweite Tag stand im Zeichen der Besichtigung der Bibliotheka Alexandria, die etwa 11 Mio. Bände beherbergt und zu dem Vorzeigeprojekt der ägyptischen Regierung gehört. Den Nachmittag verbrachten die Schülerinnen in den Gastfamilien. – Für den Freitag und den Samstag waren Projekttage angekündigt, deren Inhalte an dem Themenschwerpunkt des zweiten Treffens International water learning project orientiert waren.







Das zweite Treffen der vier Schulen hat sich die Aufgabe gestellt, den Stellenwert der Ressource Wasser in verschiedenen Ländern kennen zu lernen und anhand der in Ägypten vorhandenen Möglichkeiten im Bereich Wasserpolitik Lösungsvorschläge zu erarbeiten. Hierzu haben sich die Projektteilnehmer Wasserprobleme an nationalen Inhalten erarbeitet und dann im Plenum vor ihren Austauschpartnern präsentiert. Die Schülerinnen aus Prag wählten den Fluss Moldau und beleuchteten ihn aus zwei Perspektiven: Zum einen behandelten sie den Stellwert des Flusses für den Menschen und zum anderen die Auswirkungen verschiedener Umweltfaktoren auf den Fluss. Gleichwohl stand im Mittelpunkt die Wasserpolitik des Gastlandes. Zu diesem Zweck lud die DSB Alexandria für den dritten Tag Herrn Dr. Hefny (Umweltminister) als Referenten ein, der den Schülerinnen in einem einleitenden Referat das nötige Wissen über den Nil nahe brachte. Im Anschluss daran fand gruppenweise ein Simulationsspiel „trip to Mars“ statt, dessen Ziel es war, die Schülerinnen mit der Wasserknappheit vertraut zu machen, zumal Ägypten davon wesentlich deutlicher betroffen ist als die europäischen Länder. Der Nil wurde auch am darauf folgenden Tag zum Thema: Modell Nil basin dialog. Die Schülerinnen sollten ihr bereits erworbenes Wissen in einem Planspiel umsetzen, in dem es um Dialog zwischen den am Nil gelegenen Ländern ging. Da in dieser Region gilt, „Wasser ist Leben“, wurde zum Hauptanliegen der Anreiherstaaten die sinnvolle Nutzung der Ressource Wasser.
Mit dem zweiten Projekttag schloss man den theoretischen Teil ab, bevor es am Montag nach Cairo ging. Zu den Highlights gehörten v. a. die Besichtigung der Pyramiden sowie am Nachmittag die Führung im Ägyptischen Museum. Damit wurde auch dem kulturellen Teil des Aufenthalts gerecht. Die Problematik der Bewässerung und der Produktion von Bionahrung lernten die Schülerinnen durch den Besuch einer Farm (Sekem-Farm) am Dienstag kennen, wo sie auch Kostproben der auf der Farm produzierten Lebensmittel in Form eines Mittagsessen bekamen. Am Abend ging es zur Nilbootsfahrt. Am Mittwoch besuchten die Schülerinnen auf der Rückreise nach Alexandria Standort eines GTZ dezentralen Abwasserprojekts in Kafr El Sheich.
Obwohl die zehn Tage recht anstrengend waren, durfte man auf der Abschlussveranstaltung mit Genugtuung sagen, es habe sich gelohnt. Die Lehre aus dem Ägyptenaufenthalt lautet: Trotz scheinbar unüberwindbarer Unterschiede eine gemeinsame Sprache und gemeinsame Lösungsansätze finden. Die Schülerinnen haben es unter Beweis gestellt, dass es durchaus möglich ist.
gez. Pavel Doležal

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